Holzaufstockung eines Gebäudes aus den 1970er-Jahren
Die Renovierung eines Gebäudes aus den 1970er Jahren zeigt, wie ein leichter Holzüberbau die Qualität des bestehenden Gebäudes bewahrt und ein modernes Zuhause mit Aussicht schafft.

Rekonstruktion mit Aufstockung
Wenn die bestehende Konstruktion zum Fundament neuer Architektur wird
Die Geschichte dieses Hauses begann mit einem Gebäude aus den 1970er-Jahren. Das bestehende Untergeschoss hatte seinen eigenen Wert. Es war funktional, gut in die Umgebung eingebettet und über das Gelände angehoben, wodurch sich Ausblicke auf das Pohorje-Gebirge und die Drau eröffnen.
Deshalb war die Entscheidung eindeutig. Der Bauherr wollte nicht abreißen, sondern aufstocken.
Die Entscheidung, das Untergeschoss zu erhalten, erforderte eine präzise technische Beurteilung. Vor Baubeginn führten wir Belastungs- und statische Messungen durch und prüften die Tragfähigkeit der bestehenden Konstruktion. Die Analysen zeigten, dass an bestimmten Stellen zusätzliche Verstärkungen erforderlich waren. Wir ertüchtigten das Untergeschoss statisch und passten es konstruktiv an die neue Aufstockung an.
Statische Vorbereitung als Grundlage einer sicheren Aufstockung
Technische Präzision vor dem architektonischen Ausdruck
Eine besondere Herausforderung stellten die großen Spannweiten im künftigen Wohn- und Aufenthaltsbereich dar. Die Dachlast machte eine zusätzliche Tragfähigkeit erforderlich.
Daher integrierten wir zusätzliche Stahlverstärkungen in die Deckenkonstruktion, die Stabilität, Sicherheit und langfristige Tragfähigkeit des Gebäudes gewährleisten.
Bei Rekonstruktionen ist das Verständnis des Verhältnisses zwischen alter und neuer Konstruktion entscheidend. Die Verbindung zwischen dem bestehenden Untergeschoss und der Holzaufstockung musste daher technisch präzise und kompromisslos ausgeführt werden. Berücksichtigt wurden die Anschlussdetails, die Lastabtragung und das langfristige Verhalten der Materialien.
Montage der Holzaufstockung
Geschwindigkeit, Koordination und konstruktive Logik des Vita-Nova-Systems
Auf dem ertüchtigten Bestand entstand ein modernes Haus mit einem großen, offenen Wohnbereich. In die Konstruktion integrierten wir das Vita-Nova-System.
Holz-Glas-Wände bringen Licht und einen unmittelbaren Bezug zur Umgebung. Außenseitig wird die Konstruktion durch eine Aluminiumschale geschützt, die die Lebensdauer der Fassade verlängert und den Wartungsaufwand reduziert.
Für die Trennwände verwendeten wir CLT, also Brettsperrholzplatten, die konstruktive Stabilität gewährleisten und zugleich die natürliche Materialität des Innenraums bewahren.
Die Montage verlief koordiniert und präzise. Innerhalb von fünf Tagen war das Gebäude überdacht, was sowohl für den Schutz der Konstruktion als auch für die zeitliche Optimierung des Bauablaufs wichtig ist. Die Trockenmontage ermöglicht ein hohes Maß an Präzision und Qualitätskontrolle bei der Ausführung.
Das Zusammenspiel von Alt und Neu
Eine Konstruktion mit Geschichte und eine Aufstockung mit Vision
Die Montageaufnahmen zeigen deutlich den Dialog zwischen dem bestehenden Untergeschoss und der neuen Holzaufstockung. Der erhaltene Bestand trägt die Geschichte der Vergangenheit, während die moderne Konstruktion Raum für die Zukunft eröffnet.
Es handelt sich um ein Projekt, bei dem die Architektur nicht von vorne begann, sondern den Bestand respektierte und ihn technisch sowie räumlich weiterentwickelte.