Weinhaus Doppler
- Architektenhäuser
- Slowenien

- Leitender Designer/ prof. dr. Vesna Žegarac Leskovar, Anja Patekar, dr. Marko Jaušovec
- Standort/ Kozjak nad Pesnico
- Größe/ 900 m²
- Dachform/ Flachdach
Das Weinhaus Doppler ist ein architektonisch anspruchsvolles Projekt in der Weinbaulandschaft oberhalb von Maribor. Das Gebäude verbindet Weinkeller, Gastronomie und Räume, in denen Architektur und Landschaft erlebbar werden. Dabei bleibt es eng mit dem Ort und seinen Besonderheiten verbunden. Ursprünglich als Betonkonstruktion geplant, wurde das Projekt anschließend als Holzskelettbau weiterentwickelt. Große Spannweiten, umfangreiche Glasflächen und die anspruchsvolle Geländesituation erforderten individuelle Tragwerkslösungen sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen Architektur, Tragwerksplanung und dem Team von KAGER HIŠE.
Der architektonische Entwurf beruht auf der Öffnung zur Weinbaulandschaft und einer klaren horizontalen Gebäudelinie. Große Glasflächen ermöglichen ununterbrochene Ausblicke und schaffen zugleich eine enge Verbindung zwischen Innenräumen und Außenbereich.
Die Holzkonstruktion erforderte einen völlig neuen Planungsansatz. Aufgrund der großen Spannweiten, der Raumhöhen und der Einbindung von Glaswänden in das Tragwerk mussten individuelle Konstruktionsdetails und Materialanpassungen entwickelt werden. Die Planung erstreckte sich über mehrere Monate und umfasste die Abstimmung architektonischer, statischer und ausführungsbezogener Lösungen.
Auch die Ausführung war eine besondere Herausforderung. Die Zufahrt über eine schmale, kurvenreiche Straße und die großen Abmessungen der Bauteile verlangten eine präzise Logistikplanung. Wandelemente wurden im Werk vorbereitet und anschließend vor Ort passgenau montiert. So ließ sich auch dieses anspruchsvolle Gebäude kontrolliert und koordiniert realisieren.

Merkmale
- 3,40 m hohe Wandelemente für offene Räume.
- Große Glasflächen und Spannweiten erforderten zusätzliche Verstärkungen der Holzkonstruktion.
- Anspruchsvoller Transport der Bauteile über einen schmalen, kurvenreichen Bergweg zum Standort.
- Lokale Materialien wie Holz, Ziegel, Mergel, Kalkstein und Schiefer verbinden das Gebäude mit der Weinbaulandschaft.


„Das Projekt zeigt, wie sich ein anspruchsvoller und architektonisch ambitionierter Entwurf mit fundiertem Tragwerkswissen und individuell entwickelten Lösungen in Holz umsetzen lässt.“
